Schlechte Nachrichten für die Dampfer-Branche in Deutschland

Am 25. Juni 2021 hat der Bundesrat die neue Tabaksteuer Reform unter Anderem auch für e-Liquids ohne Nikotin durch gewunken. Somit werden ab dem 07. Juli 2022 alle e-Liquids teuerer, um vorerst 1,60 €. Stufenweise will die Bundesregierung die Tabaksteuer dann auf 3,60 €/10ml bis 2026 weiter erhöhen, bis neue Reformen in Kraft treten. In einem Statement des Ministeriums für Gesundheit heißt es, dass auch nikotinfreie e-Liquids ein hohes Suchtpotential hätten, sowie eine zu hohe Attraktivität für Jugendliche festgestellt wurde. Zu den neu besteuerten Substanzen werden auch Aromen und Basen bezählt.

Bisher enthalten e-Liquids für E-Zigaretten, Verdampfer, E-Shishas und Podsysteme nur die Umsatzsteuer von aktuell 19 %. Die letzte Steuererhöhung für Tabakprodukte wurde 2015 beschlossen. Da Langzeitstudien noch nicht existieren, begründet die Bundesregierung diesen Schritt, mit den Argumenten zum potenziellen Gesundheitsrisiko, als gerechtfertigt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Beschluss für sein in Kraft treten abschließend unterschrieben. Besonders für kleine Hersteller von e-Liquids kommen nun harte Zeiten. Die zusätzliche Besteuerung eines Tabakproduktes bedeutet nicht nur höhere Preise, sondern auch, dass das entsprechende Produkt automatisch unter das Tabakkontrollgesetz fällt. Für diese Produkte gelten in Deutschland sehr strenge Regelungen. Kostspielige Prüfungsprozesse und Anmeldungen müssen durchgeführt werden, die sich viele Unternehmen nicht leisten können. So wird der deutsche Markt für e-Liquids massiv ausgedünnt und nur die Größten bleiben bestehen. Kawika Liquids® wird sich der neuen Reform mit Vorbehalten anschließen, da die Verbrauchersicherheit immer im Vordergrund stehen muss. Daher ist eine ausgiebige Kontrolle gesundheitsschädlicher Substanzen lebensnotwenig für die Bevölkerung. Wir testen unsere e-Liquids stets auf den Emmissionsausstoß und achten schon bei der Herstellung auf höchste Qualitätsmaßstäbe. Unsere Vorbehalte gelten vor Allem der Besteuerung von Aromen, Basen und nikotinfreien e-Liquids. Die Verwendung gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe in Aromen für e-Liquids wurde bereits mit dem TPD2 von 2017 umfangreich angepasst. Demnach dürfen Stoffe, wie Vanilin, Dimethylhydroxy, Sucralose usw. in Aromen für den Gebrauch in e-Zigaretten nicht enthalten sein. Nikotin ist ebenfalls kein Thema im Bereich der Aromen. Bei unseren veganen Aromen handelt es sich sogar um natürliche Produkte, die generell keine gesundheitsschhädlichen Zutaten enthalten. Bei e-Liquid Basen handelt es sich lediglich um ein Glyzerin-Propylenglykol-Gemisch, welches auch in erhitzter Form nachweislich keine gesundheitsschhädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Zudem bieten viele Händler Basen in großen Mengen an. Diese wären mit der neuen Tabaksteuer unbezahlbar. Dem Verbraucher bleibt nichts anderes übrig, als sich die Basis selbst zu mischen und die jeweiligen Inhaltsstoffe einzeln zu beziehen.

Was bedeutet das für den Verbraucher?

Genau wie herkömmliche Tabakwaren (Zigaretten, Zigarren, Drehtabak), werden e-Liquids im Laufe der nächsten Jahre wesentlich teuerer. Das Dampfen von e-Liquids wird spätestens 2026 einen sehr bemerkbaren finanziellen Unterschied zu 2021 machen. Du kannst Dich auf jeden Fall darauf einstellen, dass bereits ab 2022 eine 1 Liter e-Liquid Basis einen Steuergrundpreis von 160,00 € exkl. 19% MwSt. haben wird.

 

Kommentar von Maja Schenk, CFO:

Jetzt kann der Staat endlich wieder ordentlich Mitverdienen. Aktuelle Steuerprognosen belaufen sich auf 16 Milliarden Euro (16.000.000.000 €). Bei solchen Beträgen konnte sich der deutsche Staat noch nie beherrschen. Sobald ein großes Interesse an einem neuen Produkt für den Genuss entsteht, reicht die herkömmliche Besteuerung nicht mehr aus. Diese neue Reform bedeutet also, dass ein 100 ml e-Liquid ab 2022 einen Steuergrundpreis von 16,00 € hat. Hinzu kommen dann die Umsatzsteuer und die eigentlichen Produktionskosten. Offensichtlich wurde hier, ohne die Berücksichtigung aktueller Studien über die nicht vorhandene Gesundheitsschädlichkeit nikotinfreier e-Liquids, Aromen und Basen schnellstmöglich und mit weit hergeholten Argumenten, gehandelt. Meiner persönlichen Ansicht nach, handelt es sich bei diesen Argumenten um reine Bauernfängerei. Der Verbraucher soll mit einfachen Begründungen leicht überzeugt werden. Leider mit Erfolg. Unternehmen der Dampfer-Branche haben neben hunderttausenden anderen Firmen weltweit seit der Corona-Pandemie eine schwere Zeit durchgemacht. Warum muss die Bundesregierung genau jetzt, wo sich alles ein wenig erholt, solche Gesetze verabschieden? Nichts gegen den Verbaucher Schutz. Aber hier wird nicht mehr auf das Wohl des Konsumenten, sondern ausschließlich auf Lobbyismus gesetzt. Wem solche Reformen am meisten von Nutzen sein werden, dürfte nicht überraschen. Phillip Morris und Co. haben bereits die großen Player der e-Liquid-Branche aufgekauft und somit ein gigantisches Dampfer-Monopol entstehen lassen. Eine solche Marktausdünnung, wie sie 2022 stattfinden könnte, wird für diese Firmenriesen einen erheblichen Umsatzanstieg generieren. Die Großen gewinnen, die Kleinen verlieren…

Kawika Liquids spricht sich klar gegen eine Besteuerung von Aromen, nikotinfreien e-Liquids und Basen aus und beteiligt sich an Sammelklagen gegen die neue Tabaksteuerreform.

Wir empfehlen die Zeit zu nutzen. Deshalb werden wir unsere e-Liquids bis zum Ende des Sommers noch mal ordentlich reduzieren, damit Du rechtzeitig einen Vorrat bunkern kannst.

Hier geht‘s zu unseren E-Liquids!